Lassen Sie sich beim ersten Gespräch von Ihrer Anwältin, Ihrem Anwalt über das Honorar und die zu erwartenden Kosten informieren, die voraussichtlich zu erwarten sind. Zu vergüten sind die gesamten anwaltlichen Bemühungen, auch das Erstgespräch. Zusätzlich zum Anwaltshonorar werden Barauslagen wie Porti, Telefon- oder Recherchenkosten sowie die Mehrwertsteuer verrechnet.

Grundsätzlich kann das Anwaltshonorar frei vereinbart werden. Üblich sind Ansätze, die dem Interessen- oder Streitwert Rechnung tragen. Stundenansätze hängen insbesondere von der Schwierigkeit und Dringlichkeit eines Falles ab. Weitere Informationen dazu können Sie dem Merkblatt zur Bemessung des Anwaltshonorars entnehmen.

Falls es einmal zu Uneinigkeiten über das Anwaltshonorar kommen sollte, können Sie beim Honorarbegutachter des Verbandes eine Überprüfung des Beratungshonorars beantragen. Der Honorarbegutachter kann jedoch die Qualität der anwaltlichen Tätigkeit nicht überprüfen. Honorarrechnungen für die Vertretung vor einem st. gallischen Gericht können vom Präsidenten der Anklagekammer überprüft werden.

Für ein hängiges Gerichtsverfahren kann eine finanziell bedürftige Partei für einen nicht aussichtslosen Prozess die unentgeltliche Prozessführung beantragen, sofern sie zur Prozessführung auf eine Anwältin oder einen Anwalt angewiesen ist.